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Vorwort
Mag. Dr. Peter Zöllner
Präsident, Austrian Chapter
des Club of Rome
Der erste Bericht an den Club of Rome, Die Grenzen des Wachstums, erschien im Jahr 1972 und damit in einer Zeit, in der die moderne Informationsgesellschaft ihren Ausgang nahm. Bereits 1969 hatte Aurelio Peccei in The Chasm Ahead formuliert: „Computers are not simple gadgetry, the kind of gimmickry that Americans are so often accused of spawning. They alter man's mental environment. They enhance and multiply his thinking capacity and open up new vistas and heretofore undreamed-of opportunities for the solution of the increasingly complex problems of an industrial society“. Und so war es nur folgerichtig, dass Dennis Meadows und seine KollegInnen mit Hilfe eines Computermodells Szenarien für die zukünftige Entwicklung des Planeten entwarfen. Dieser Ansatz, ein rechnergestütztes Abbild der globalen Situation zu konstruieren, quasi eine Vorstufe der heutigen virtuellen Welten, war zunächst nicht unumstritten, erwies sich aber zumindest was die Problembeschreibung anging als sehr erfolgreich.
Die Technologien wurden weiterentwickelt und zehn Jahre später nahm der Club of Rome einen Bericht von Günter Friedrichs und Adam Schaff entgegen, der sich unter dem Titel Auf Gedeih und Verderb mit Mikroelektronik und Gesellschaft beschäftigte. Anders als Die Grenzen des Wachstums bestand dieser Bericht aus elf Teilen, deren Autoren für die einzelnen Abschnitte verantwortlich zeichneten - ein Indiz für die Differenziertheit und Divergenz der Meinungen über die neuen Technologien. Die Autoren betonten im Vorwort ihre Absicht, „eine durch Sachkenntnis geprägte Diskussion anzustoßen, welche Wege einzuschlagen sind, damit die neue Technik der Menschheit Vorteile und nicht etwa Nachteile bringt“. Fortlaufende Innovationen im Bereich der Informationstechnologie änderten die mentale Umgebung des Menschen wie es Aurelio Peccei formuliert hatte, immer wieder. Juan Luis Cebrián verfasste Im Netz - Die Hypnotisierte Gesellschaft und das Werk wurde 1998 als Bericht an den Club of Rome veröffentlicht. Das Internet war zu dieser Zeit zu seinem Siegeszug aufgebrochen. Cebrian diskutierte unter anderem die Regierung des Cyberspace und thematisierte das virtuelle Klassenzimmer.
Auch im Austrian Chapter des Club of Rome nimmt das Thema Informationstechnologie und Gesellschaft einen wichtigen Raum ein. Auf der einen Seite benutzen wir selbst die Technologie, um Bewusstsein für die globalen Probleme zu schaffen. In Zusammenarbeit mit dem European Support Centre wurde das European Environmental Education Netzwerk aus Umweltbildungsprojekten geschaffen (http://www.eeeprojects.net) und unter der Überschrift „Leben im Cyberspace“ gehen wir auf das Verhältnis zwischen virtuellen Welten und den realen Welten ein. Die Diskussion darüber befindet sich noch am Anfang, doch wir können bereits heute einige Trends absehen und sowohl Chancen als auch Risiken erkennen. Die Artikel in diesem Band unternehmen diesen Versuch und verstehen sich als Beitrag zu einer sachlich fundierten Diskussion im Sinne des Club of Rome.
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