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Symposium: Zukunftsperspektiven der Gesellschaft
Die Sorge um die fortdauernde Zerstörung unserer natürlichen Umwelt hat uns lange Zeit übersehen lassen,
dass es auch im sozialen Bereich besorgniserregende Trends gibt: Wir verlieren nicht nur immer mehr Naturkapital, sondern auch das Sozialkapital geht zurück.
Unter Sozialkapital versteht man die Summe der formellen und informellen Kontakte der Menschen, Unternehmen und Organisationen in einem Wirtschaftsraum.
Dabei finden wir heute problematische Entwicklungen auch im privaten Bereich: Die Vereinzelung der Menschen, die stark zurückgehende Familienverbundenheit,
die nachlassende Bereitschaft der Menschen, sich ehrenamtlich in Vereinen oder in Parteien zu engagieren, sind nicht zu übersehende Symptome. Ein Gefühl der Ohnmacht
ist verbreitet und wird noch verstärkt durch die gegenwärtig stattfindende Verlagerung der entscheidenden Institutionen in größere Ferne, auf europäisches oder gar
globales Niveau wie im Falle der WTO.
Und am Ende schliesst sich der Kreis: Der frustrierte Zeitgenosse flüchtet sich entweder in eine Konsumwelt oder in Sekten und Fanatismen, legt übertriebenen Wert
auf Statussymbole, durch die er Beachtung zu finden hofft und heizt damit den globalen Ressourcenverbrauch weiter an. Damit besteht ein verhängnisvoller Zusammenhang
zwischen dem Verlust an Sozialkapital und dem Verlust an natürlichem Kapital.
Das Symposium "Zukunftsperspektiven der Gesellschaft" geht vor allem den sozialen Fragen unserer Gesellschaft nach, analysiert Trends und sucht nach
Lösungsmöglichkeiten für Probleme.
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